Was bringt eine Stillhaltevereinbarung mit den Banken?

Kurzantwort

Zeit. Die Banken verzichten für eine bestimmte Dauer darauf, Kredite fällig zu stellen oder Sicherheiten zu verwerten. Das Unternehmen erarbeitet in dieser Zeit ein tragfähiges Sanierungskonzept. Eine Stillhaltevereinbarung ist oft der erste Schritt einer außergerichtlichen Restrukturierung.

Im Detail

Üblich sind eine feste Laufzeit, der Verzicht der Banken auf Kündigung und Verwertung, regelmäßige Berichte des Unternehmens und Bedingungen, bei deren Verletzung die Vereinbarung endet.

Damit es funktioniert, müssen alle wesentlichen Finanzierer mitmachen. Und die Geschäftsführung muss in dieser Phase offen kommunizieren, um das Vertrauen der Banken zurückzugewinnen.

Wichtig: Eine Stillhaltevereinbarung beseitigt keine Zahlungsunfähigkeit. Die gesetzlichen Pflichten der Geschäftsführung bleiben.

Rechtsgrundlagen

  • Vertragliche Vereinbarung
  • § 69 IO bleibt anwendbar

Was Sie jetzt tun sollten

  1. 1.Alle Finanzierer und ihre Sicherheiten erfassen.
  2. 2.Einen realistischen Zeitplan für das Sanierungskonzept vorlegen.
  3. 3.Gegenüber allen Banken mit einer Stimme sprechen.

Verwandte Fragen

Diese Einordnung gibt einen allgemeinen Überblick zur österreichischen Rechtslage (Stand: Oktober 2026) und ersetzt keine Beratung im Einzelfall.